Niedersachen klar Logo

Gesundheit, Hygiene und Verhalten im Verdachtsfall – Antworten auf h?ufig gestellte Fragen

zuletzt aktualisiert am 28.04.2020

Antworten auf h?ufig gestellte Fragen zur Mund-Nasen-Bedeckung und sogenannten Alltags- oder Community-Masken finden Sie hier: ?Maskenpflicht“ in Niedersachsen

Im Video: Drei Fragen, drei Antworten zum Coronavirus – von Dr. Masyar Monazahian, Virologe im Nieders?chsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) (Geb?rdensprache)

Was ist das Coronavirus?
Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Sie k?nnen sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter V?gel und S?ugetiere. Coronaviren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gew?hnlichen Erk?ltungen bis hin zu gef?hrlichen oder sogar potenziell t?dlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (Mers) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (Sars).

Wofür stehen Sars-CoV-2 und Covid-19?
Seit dem 11. Februar 2020 hat das neuartige Coronavirus, das bislang vorl?ufig mit 2019-nCoV bezeichnet wurde, einen neuen Namen: Sars-CoV-2. Das Akronym Sars steht dabei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Der Name weist auf die enge Verwandtschaft zum Sars-Virus hin, das 2002/2003 eine Epidemie ausgel?st hatte. Auch die Lungenkrankheit, die durch Sars-CoV-2 ausgel?st werden kann, hat einen neuen Namen erhalten. Sie wird nun Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt.

Wie wird es übertragen?
Coronaviren k?nnen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Inkubationszeit kann bis zu zwei Wochen betragen. Da das neue Virus ein Erk?ltungsvirus ist, kann man sich auf den üblichen übertragungswegen anstecken. Vermutet wird eine Verbreitung über die Atemwege (sogenannte Tr?pfcheninfektion), aber auch eine Schmierinfektion ist m?glich. Dazu kommt es, wenn mit den H?nden kontaminierte Oberfl?chen (wie Türklingen, Wasserh?hne, Lichtschalter) oder Menschen berührt werden und man sich anschlie?end an Mund, Nase oder Augen fasst. (Quelle: Deutsche Familienversicherung)

Was sind die Symptome?
Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen. Todesf?lle traten allerdings bisher vor allem bei Patienten auf, die ?lter waren und/oder bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesf?lle, bei denen die Erkrankung mittels Labortest best?tigt wurde, bei etwa 2 Prozent. Es ist aber wahrscheinlich, dass dieser Anteil tats?chlich geringer ist, weil sich die Daten auf Patienten beziehen, die im Krankenhaus behandelt wurden.
Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufkl?rung

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?
Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute H?ndehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer übertragung des neuen Coronavirus. Diese Ma?nahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. (Quelle: Robert-Koch-Institut)

Es wird immer wieder über Risikogruppen gesprochen – wer genau geh?rt dazu?
Es handelt sich hierbei um Menschen, bei denen im Falle einer Infizierung ein schwieriger bis hin zu einem lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf eintreten kann. Hierzu geh?ren:

  • ?ltere Personen (mit stetig steigendem Risiko für einen schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren),
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
    der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen,
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
  • Patienten mit einer Krebserkrankung,
  • Patienten mit geschw?chtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschw?che einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schw?chen, wie z.B. Cortison
Kann man sich auch durch importierte Lebensmittel oder andere Gebrauchsgegenst?nde mit Covid-19 infizieren?

Eine übertragung durch aus Risikogebieten importierte Lebensmittel oder andere Waren ist laut Bundesministerin Julia Kl?ckner und dem Bundesinstitut für Risikobewertung nach bisherigem Wissensstand sehr unwahrscheinlich. Dies ist unter anderem auf eine relativ geringe Umweltstabilit?t des neuartigen Virus zurückzuführen. Derzeit gibt es keinen Fall, bei dem eine Infizierung durch Verzehr oder Kontakt mit einem importierten Produkt nachgewiesen ist. Dennoch sollten die allgemeinen Hygiene-Hinweise auch im Umgang mit importierten Produkten und Lebensmitteln eingehalten werden.
Quelle: Bundesministerium für Ern?hrung und Landwirtschaft

Was sollten Personen tun, die den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben?
Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem vom Robert Koch-Institut definierten Risikogebiet aufgehalten haben und grippale Symptome entwickeln oder wissentlich Kontakt zu einem best?tigten Covid-19-Fall hatten, sollten sich zun?chst telefonisch bei ihrem Hausarzt/ihrer Haus?rztin oder dem ?rztlichen Bereitschaftsdienst melden und die Situation besprechen. Wenn bei Ihnen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu vermuten ist, wird sich Ihre ?rztin/Ihr Arzt mit dem ?rtlichen Gesundheitsamt beraten, wie weiter vorgegangen werden soll. Ob erkrankte Personen zu Hause bleiben k?nnen, oder eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus aufsuchen müssen, h?ngt von der Schwere der Symptomatik ab, wie bei anderen Atemwegsinfekten auch.

Zahlt die Krankenkasse den Test auf das neuartige Coronavirus?
Seit dem 28.02.2020 übernehmen die Krankenkassen die Kosten einer Testung auf das neuartige Coronavirus in einem weiten Umfang. Anders als bislang ist nun dafür nur noch die Voraussetzung, dass der kontaktierte Arzt einen Test bei einem Patienten/einer Patientin für notwendig erachtet.
Quelle: Kassen?rztliche Bundesvereinigung

Gibt es eine Impfung?
Nein. Zurzeit gibt es noch keine spezifische, gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie. Es verl?uft allerdings auch nicht jede Erkrankung nach Infektion mit Sars-CoV-2 schwer. Deshalb stehen im Zentrum der Behandlung die optimalen unterstützenden Ma?nahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes. Dies kann die Sauerstoffgabe, einen Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes und auch ggf. die Antibiotikagabe bedeuten. Welche Therapie genau angewandt wird, entscheiden die jeweils zust?ndigen ?rzte angepasst auf den konkreten Einzelfall.
Quelle: Robert-Koch-Institut

Kann ich mich über Haustiere infizieren oder diese mit Covid-19 anstecken?
Es gibt weiterhin keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen (siehe auch Einsch?tzung des European Centre for Disease Control www.ecdc.europa.eu und der WHO www.who.int) oder eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass sich Haustiere bei einer infizierten Person anstecken k?nnen. Soweit bei Ihnen durch das Gesundheitsamt eine Quarant?ne-Ma?nahme angeordnet wurde, dann gilt diese in der Regel nicht für Ihr Haustier. Insofern sollten Sie geeignete Personen um Unterstützung bitten, die beispielsweise mit Ihrem Hund spazieren gehen. Best?tigt infizierte Personen sollten den engen Kontakt zu ihren Haustieren, wie z. B. das Abschlecken des Gesichts durch die Tiere, vermeiden. (Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut – Bundesforschungsinstitut für Tiermedizin)

Auf der Website der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) finden Sie viele weitere Informationen zum neuartigen Coronavirus sowie MHH-Experten im Video-Interview: ?Coronavirus aktuell – Die MHH informiert
Wo sind zuverl?ssige Informationen und Hinweise zu finden?

Für aktuelle und verl?ssliche Informationen zum Coronavirus gibt es einige weitere Anlaufstellen.

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln
汤姆叔叔网站